philharmonisches orchester riehen


Konzert Philharmonisches Orchester Riehen spielte im Landgasthof

Musik in familiäre Atmosphäre

Zum Abschluss der Proben hatte das Ensemble dem Dirigenten Jan Sosinski ein T-Shirt mit einem grossen Herz drauf geschenkt. "Ist es verboten, in der Schweiz sein Herz zu zeigen?", hatte der Pole immer wieder gefragt und die Musikerinnen und Musiker so aus der Reserve zu locken versucht. Das Resultat kann sich sehen lassen. Am Konzert vom vergangenen Samstag im gut gefüllten Landgasthofsaal sprühte das Philharmonische Orchester Riehen vor Spielfreude, und das war gut so.

Zu Beginn machte der Dirigent die Konzertmeisterin darauf aufmerksam, dass die Stimmprobe noch nicht durchgeführt war, was diese umgehend nachholte. Dem Dirigenten verschaffte dieses Missgeschick einen zweiten ersten Auftritt, den der Chef sichtlich genoss. Eine Musikerin huschte im letzten Moment an ihren Platz und nach dem ersten Stück musste das Orchester längere Zeit warten, bis eine Cellistin die richtigen Noten für das nächste Stück auf ihrem Notenständer hatte. Was hätte peinlich werden können, heiterte die Stimmung im Publikum zusätzlich auf. Kaum eine Musikerin, kaum ein Musiker sass ohne ein vergnügtes Lächeln auf die Lippen da. Die Spiellaune war spürbar.

Das Programm begann mit einem Gassenhauer der klassischen Musik. Unter dem Taktstock von Jan Sosinski verwandelte sich Johannes Brahms' fünfter ungarischer Tanz vom kraftvoll hingeschmetterten Welthit, als der er oft gespielt wird, zum sehr differenziert und fein gespielten, plötzlich sehr filigran wirkenden Zusammenspiel. Nach je zwei Tänzen von Johannes Brahms und Antonín Dvořák, die eng befreundet waren, und einer in der französischen Walzertradition stehenden Valse-Fantaisie des russischen Komponisten Michail I. Glinka folgte der Höhepunkt des Abends: Ludwig van Beethovens Violin-Romanze in F-Dur für Violine und Orchester (Opus 50). Jan Sosinki spielte die Violinpassagen mit einem unglaublichen Ausdruck und vergass nicht, sich während seiner Pausen dem Orchester zuzuwenden und - Violine in der linken und Geigenbogen in der rechten Hand - das Orchester mit viel Feingefühl zu dirigieren. Das hauptsächlich aus Laienmusikerinnen und -musikern zusammengesetzten Orchester hat weitere Fortschritte gemacht, ist homogener und taktsicherer geworden und getraut sich immer mehr, Gefühle zu zeigen. Dieser Gewinn an Ausdruck ist der augefälligste Fortschritt.

Zum Abschluss spielte das Orchester sieben Ballettmusikstücke aus Charles Gounods Faust-Oper, deren Namen zu Gounods Lebzeiten in Dresden in "Marguerite" geändert worden ist, da Gretchen im Libretto, das Gounods Musik zu Grunde lag, nicht der Gelehrte Faust, sonden Gretchen zur Zentralfigur wird. Besonders schön klang die Harfenpassage mitten in "Les Troyens" - genau dieses Stück war es dann auch, das das Orchester nach langem Applaus als Zugabe spielte.

Das Konzert, das am Sonntag im Rahmen des "Festival des Saveurs" in Eguisheim wiederholt wurde, machte Lust auf mehr. Der nächste Auftritt des Philharmonischen Orchesters Riehen findet am 8. März 2008 im Landgasthof statt. Vorgesehen sind Joseph Haydns Sinfonie Nummer 94, ein Concertino für zwei Hörner und Orchester von Joseph Haydns jüngerem Bruder Michael Haydn sowie Christoph Willibald Glucks Ouvertüre zu "Orpheus und Eurydike"

Rolf Spriessler-Brander

Riehener Zeitung vom 14. September 2007



Equisheim Musique et vin associés avec délice

Le pinot a accompagné dimanche le concert de l'orchestre symphonique de Riehen.

Dimanche, à l'église Saints-Pierre-et-Paul d'Eguisheim, Marie-Léonce Ling Freudenreich a souhaité le bienvenue au public venu en grand nombre "à ce festival qui associe avec délices la musique et le vin." et pour lequel le directeur artistique, Bertrand Sachs, a priviligié des oeuvre connues.

Vers la voûte se sont envolées alors les notes radieuses de la Danse hongroise n° 5 de Johannes Brahms, évoquant le folklore hongrois et tzigane que le virtuose Jan Sosinski, chef de l'orchestre symphonique de Riehen, maîtrise à merveille.

À la Danse slave n° 2 d'Antonin Dvorak, rêverie langoureuse et mélancolique, a succédé la Valse fantaisie de Mikhail Glinka, composée à la suite de sa relation amoureuse avec Ekaterina Kern en 1839.

Avant la 2e partie de ce grandiose concert, Christian Beyer, président du syndicat viticole, a brossé le portrait pinot gris: "C'est un habitué des saveurs musicales, ses accents hongrois, patrie du virtuose s'il en est, le destinent particulièrement à accompagner ce festival,... mais c'est aussi une diva, belle capricieuse qui chante et sait nous séduire et qui vous attend sur le parnos de l'église ce soir."

Alternativement soliste et dirigeant, Jan Sosinski, "soudé" à son violon, a "dialogué amoureusement" avec ses musiciens dans la Romance pour violon et orchestre de Ludwig van Beethoven. Ont résonné ensuite Adagio, Variation de Cléopâtre, du miroir... extraits du ballet de Faust de Charles Gounod. Comme les champs sous la caresse du vent, tous ces virtuoses, mais surtout les violinistes ont ondulé au rhythme de leur instrument.

Et pour le bonheur des papilles de ces exceptionnels musiciens et de l'assistance encore sous le charme de ce concert le pinot gris d'Eguisheim a dévoilé son bouquet plaisant, intense et puissant

A. Meyer

L'Alsace vom 12. September 2007



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